Vielfalt macht stark...

...überall auf der Welt

Grashüpfer, Foto: Andreas Hofmann

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität, oder anders ausgedrückt zum Jahr der Artenvielfalt ausgerufen, um auf den weltweit akut zunehmenden Verlust der biologischen Vielfalt von Pflanzen und Tieren aufmerksam zu machen.

 

Niemand weiß genau, wieviele Arten es wirklich auf der Erde gibt. Nach Expertenmeinungen könnten es ca. 15 Millionen sein, obwohl statistische Hochrechnungen nach Insektenzählungen im Regenwald auch schon mal auf mögliche 30 Millionen Arten kommen. Fakt ist, das ca. 1,8 Millionen Arten bisher bekannt und beschrieben sind und die meisten Lebewesen wohl schon ausgestorben sein werden, bevor man die Chance hatte, sie zu entdecken. Insbesondere die Zerstörung der tropischen Regenwälder trägt hierzu bei.

 

Doch auch vor unserer Haustür macht der Artenmord nicht halt. Im Schnitt sterben weltweit ca. 150 Arten am Tag aus. Diesen Prozess zu stoppen ist deshalb so wichtig, da eine Art, welche einmal von dieser Erde verschwunden ist, nicht mehr zurückgeholt werden kann.

 

Doch nicht nur einzelne Arten gehören zum Begriff der Biodiversität, auch ganze Ökosysteme, die nicht weniger bedroht sind, leisten ihren Beitrag zur Vielfalt auf diesem Planeten.

 

 

Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris), Foto: Andreas Hofmann
Raupe des mittleren Weinschwärmers (Deilephila elpenor), Foto: Andreas Hofmann

Und exakt diese Vielfalt ist der Grund, warum unsere Erde so lebenswert ist wie sie ist. Die Vielgestaltigkeit der Lebensräume, der Tier- und Pflanzenarten und deren Wechselbeziehungen untereinander halten ein sensibles, weltumspannendes Netzwerk im Gleichgewicht. Jeder noch so kleinste Organismus hat darin eine bestimmte Aufgabe, auch wenn diese sich uns Menschen nicht immer gleich erschließt.

 

 

 

 

 

 

Junge Hausrotschwänze (Phoenicurus ochruros), Foto: Andreas Hofmann

Einer der wichtigsten Gründe, warum Arten heute aussterben, ist der Verlust von Lebensräumen. Artenschutz bedingt daher immer Biotopschutz. Für uns NaturFreunde eíne Selbstverständlichkeit. Schutzmaßnahmen einzelner bedrohter Arten sind wichtig, können aber eben nur "Erste Hilfe" sein - langfristig führt nur der konsequente Schutz zusammenhängender Lebensräume zum gewünschten Erfolg.

 

So gesehen ist für uns NaturFreunde eigentlich jedes Jahr ein "Jahr der Artenvielfalt", denn unsere Bemühungen um wirkungsvollen Arten- und Biotopschutz sind nicht auf eine gewisse Zeitspanne begrenzt.

 

Egal ob Feuchtwiesen, vernässte Hochstaudenfluren, Zwergstrauchgesellschaften oder Moorbereiche. Die Freiflächen unserer Kulturlandschaft im Fichtelgebirge benötigen die helfende Hand des Menschen, sind die meisten dieser Areale doch durch die naturschonende und nachhaltige Nutzung der Land- und Forstwirtschaft früherer Zeiten entstanden. Ganz im Gegensatz zum heutigen Zeitalter der Agrarindustrialisierung in dem solche Flächen durch Überdüngung, Monokulturen oder gentechnisch veränderte Kulturpflanzen bedroht sind.
Ob regelmäßige Pflegemahd einer Magerwiese oder die Entbuschung wertvoller offener Standorte, wir Naturfreunde betreuen und pflegen die verschiedensten Biotopflächen und tragen somit wesentlich zum Arten- und Biotopschutz bei.

 

Junge Erdkröte (Bufo bufo), Foto: Andreas Hofmann

          

    

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