Mit "Kermit" auf Tuchfühlung

Erdkröten (Bufo bufo) bei der Laichwanderung, Foto: Andreas Hofmann

Im Frühjahr geht es um „Leben und Tod" , zumindest für die vielen Amphibien, die wieder auf ihren Wanderungen zu den Laichplätzen unterwegs sind. Oft genug zerschneiden Straßen die angestammten Routen zu den Gewässern und oft genug endet das kleine Froschleben unter einem großen Autoreifen. Amphibienschutzzäune sollen Abhilfe schaffen, doch noch immer sind zu viele Straßen ohne diesen Schutz. Eine solche Notsituation haben die Kirchenlamitzer NaturFreunde im Jahr 2003 entdeckt und sofort gehandelt.
An der Verbindungsstraße zwischen Niederlamitz und Marktleuthen liegt kurz vor Großwendern ein Hauptwandergebiet für Grasfrösche und Erdkröten da sich dort Teiche und Feuchtstellen befinden. Es gibt dort zwar ein Warnschild, aber leider nützt dies gar nichts. Da an dieser Stelle unvermindert gerast wird, hat sich die Fachgruppe Natur- und Umweltschutz in einer Blitzaktion zu einer Notzäunung entschlossen. Seitdem organisieren wir regelmäßig im Frühjahr Zaunmaterial und Stangen und machen uns ans Gräben ziehen und Zaun setzen um wenigstens den meistfrequentierten Bereich zu umzäumen und den Fortbestand einer gesunden Amphibienpopulation zu sichern.

 

Neben dem Aufstellen des Zaunes besteht die jährliche Hauptarbeit in der zweimaligen täglichen Kontrolle der eingegrabenen Fangeimer. Jeden Tag früh und nachmittags werden die an den Endpunkten eingegrabenen Eimer von uns kontrolliert und die dort gefangenen Tiere sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Der Kontrollzeitraum erstreckt sich je nach Witterung von Ende Februar/ Anfang März bis in den Mai.

 

 

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