Mit den Händen fliegen und den Ohren sehen

Braunes Langohr (Plecotus auritus), Foto: Thomas Hojer

Ein weiteres langfristig konzipiertes Projekt ist unser „Fledermaushilfsprogramm Kirchenlamitz". Wir haben damit begonnen, alle noch vorhandenen Stollen und Felsenkeller in und um Kirchenlamitz zu erfassen, da diese wichtige Winterquartiere für Fledermäuse darstellen. Der nächste Schritt ist immer der Kontakt zu den Besitzern und die Aufklärung, da wir natürlich nicht alle relevanten Keller kaufen können. Deshalb ist es wichtig, die Keller fledermaustauglich zu machen (Einflugschlitze in den Türen,...). Bei dieser Erfassungsarbeit können wir auch schnell reagieren, wenn ein Keller durch Aufschüttung, Verfall oder Verkauf „bedroht" ist. Desweiteren sind wir natürlich bestrebt, auch die ebenso wichtigen Sommerlebensräume und Jagdbiotope mit der notwendigen Futtertierfauna zu erhalten und zu fördern, denn ohne ausreichenden Lebensraum nützen auch die besten Überwinterungsquartiere nichts. Dies wird im wesentlichen durch unsere aktive Biotoppflegearbeit erreicht. Auch die Neuanlage und die Flächensicherung z.B. durch Ankauf ist hier ein nicht zu unterschätzender Punkt, genau wie die Öffentlichkeitsarbeit. In regelmäßigen sog. „Bat-Nights" („Fledermausnächten") informieren wir die Bevölkerung über die fliegenden Säugetiere und gehen gemeinsam auf „Fledermaussafari". Dabei werden die Tiere mit Hilfe eines sog. „Bat-Detektors" aufgespürt, der die Ultraschallrufe hörbar macht.

Bei der Kellerkartierung
Bei extremer Schneelage sind manche Winterquartiere nur sehr abenteuerlich zu erreichen

Natürlich führen wir, besonders in Zusammenarbeit mit unseren Kinder- und Teeniegruppen, auch Nistkastenbauaktionen durch. Die fertigen Kästen werden dann in den von uns betreuten Biotopen aufgehängt.

Jugendgruppe mit selbst gebauten Fledermauskästen
Nächtliche Fledermaussuche bei der "Bat-Night"

     

  

Druckversion Druckversion | Sitemap
© NaturFreunde Deutschlands, OG Kirchenlamitz e.V.